Social Media

Social Media wie Facebook, YouTube, Twitter, Instagram, Snapshot, XING, LinkedIn … Die Plattformen sind zahlreich. Muss man wirklich jeden Trend mitmachen? Und: Welche Plattform eignet sich für welches Unternehmen?

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Medien – und für wen sie geeignet sind.

Im Laufe meiner Marken-Aktivitäten kommt früher oder später immer die Frage: “Wo müssen wir denn überall präsent sein?”. Gemeint sind natürlich die zahlreichen Social Media Kanäle, in denen man schnell den Überblick verlieren kann. Meine Antwort ist immer gleich “Es kommt auf Ihre Zielgruppe und Ihre Zielsetzung an”. Social Medien sind heute nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Sie sind Meinungsbildner, Plattformen der Eitelkeiten aber auch Bühnen der Inspiration und Schaufenster für Unternehmen. Wenn man sie richtig und regelmäßig nutzt und befüllt.

Social Media im Überblick

XING

Die bekannteste Plattform im deutschsprachigen Raum mit den meisten Nutzern (ca. 8 Millionen).
Einsatz: Eine eher sachliche Präsentation des Unternehmens und der Mitarbeiter

Zielsetzung: Mehr Präsenz im Netz (Stichwort: Suchmaschinen-Optimierung) | Suchen und Finden von Mitarbeitern, Dienstleistern und Partnern | Ausbau des beruflichen Netzwerks | Neuigkeiten in Form von Beiträgen publizieren | Kontaktverwaltung.
Geeignet: eher für kleine und mittelgroße Unternehmen im deutschsprachigen Raum

LinkedIn

Im Vergleich zu XING ist LinkedIn eine internationale Plattform. Derzeit sind ca. 330 Millionen Nutzer registriert.
Einsatz: Ebenfalls eine eher sachliche Präsentation des Unternehmens und / oder der Mitarbeiter

Zielsetzung: Mehr Präsenz im Netz (Stichwort: Suchmaschinen-Optimierung) | Ausbau des beruflichen Netzwerks | Unterstützung bei Weiterbildung und beruflicher Neuausrichtung | Neuigkeiten in Form von Beiträgen publizieren | Kontaktverwaltung | aber auch: Bewertung von Kompetenzen
Geeignet: eher für Großunternehmen mit internationaler Ausrichtung

Facebook

Facebook ist (noch) eine der nutzerstärksten Social-Media-Plattformen.
Einsatz: Direkte Kommunikation zwischen den Nutzern

Zielsetzung: Interaktion in Echtzeit | Ständiger Austausch | Stärkung der (Kunden-)Beziehungen | Vermarktungs-Plattform | nach wie vor Ausgangspunkt für virale Marketing-Aktionen
Geeignet: für b2c-Unternehmen mit einer klaren (Kommunikations-)Strategie und Durchhaltevermögen

Google+

Aus meiner Sicht eine derzeit noch unterschätzte Plattform, auf der man Beiträge und Bilder teilen und kommentieren kann. Mit Hilfe von sogenannten “Kreisen” kann man eine zielgruppen-spezifische Kommunikation führen.
Einsatz: Direkte und zielgenaue Kommunikation zu und zwischen den Nutzern

Zielsetzung: Suchmaschinen-Optimierung und Ranking | Wirklich (!) Zielgruppen-genaue Kommunikation
Geeignet: eher für b2c Unternehmen, die Lust auf Kommunikation in Wort und Bild haben

Twitter

Von den derzeit ca. 3 Millionen deutschen Twitter-Nutzern sind nur ca. 850.000 aktive Nutzer. Die größte Herausforderung ist hier die Begrenzung des Textes (nur 140 Zeichen). Auf dieser Plattform werden derzeit in Deutschland vorwiegend aktuelle Tagesgeschehnisse getwittert und kommentiert. Durch bestimmte Zeichen (#) können Beiträge bestimmten Themen zugeordnet werden.
Einsatz: zeitnahe und tagesaktuelle Kommunikation und Information

Zielsetzung: Da Twitter in Deutschland (im Vergleich zu anderen Ländern) noch wenig genutzt wird, ist es im Moment noch nicht zur Suchmaschinen-Optimierung geeignet | Zeigen, dass man auch als Unternehmen tagesaktuell und schnell reagieren kann | letztendlich: Kundenbindung
Geeignet: Im Prinzip für alle Unternehmen. Aber: Aufgrund der erforderlichen schnellen Reaktionen sollte ein Mitarbeiter (oder eine Agentur) mit der Pflege beauftragt werden. Nur für Unternehmen mit einer sehr medienaffinen Zielgruppe.

YouTube

Eine reine Videoplattform mit einer enormen Reichweite. Pro Minute kommen derzeit ca. 100 Stunden Videomaterial dazu. Derzeit gibt es über 1 Milliarde Nutzer.
Einsatz: Kommunikation von Produkten / Dienstleistungen / Geschichten / Tutorials in Form von kurzen Filmen. Ein Erfolgsrezept gibt es derzeit noch nicht für YouTube. So enden manche aufwändig produzierte Spots als “Rohrkrepierer” und manche (unscharfe) Handy-Videos als echte Knaller. Fakt ist: Auf YouTube entstehen die meisten viralen Hits, die weltweite Aufmerksamkeit erzielen.
Einsatz: (in-)direkt und vor allem emotionale Kommunikation in Wort und Bild

Zielsetzung: Produkte, Dienstleistungen oder die Unternehmensgeschichte auf eine persönliche Art den Nutzern kommunizieren, um deren Emotionen zu wecken. Fokus: Image und Branding (nicht Verkauf).
Geeignet: als ergänzender Kanal für alle Unternehmen mit einer guten Story und einem durchdachten Drehbuch

Pinterest

Bei Pinterest geht es nur darum, Bilder zu teilen. Somit steht hier der visuelle Aspekt im Fokus. Kommentare sind eher ergänzend. Hier gibt es derzeit ca. 3 Millionen aktive Nutzer in Deutschland. Und: 2/3 davon sind Frauen.
Einsatz: Pure visuelle Präsentation

Zielsetzung: Posten von attraktiven Fotos aus dem Unternehmen, die dann wiederum bei anderen Nutzern an die Pinwand gepint werden.
Geeignet: Für Unternehmen, die eine visuelle (!) Botschaft haben und deren Zielgruppe den Schwerpunkt Frauen hat.

Instagram

Wie bei Pinterest werden auch hier ausschließlich Fotos (thematisch sortiert) gepostet. Aktuell sind etwa 4 Millionen Nutzer in Deutschland registriert. Und auch hier steht das Bild ganz klar im Mittelpunkt. Das Prinzip der “Influenzer” ist hier noch ausgeprägter als bei Pinterest, so dass eine gute visuelle Produktplatzierung hier schon erstaunliche Erfolge gezeigt hat.
Einsatz: Visuelle Kommunikation von Produkten

Zielsetzung: Präsentation von Produkten
Geeignet: Für alle Unternehmen, die ihren Fokus auf visuelles Marketing haben

FAZIT

Nicht jeder Kanal ist für jedes Unternehmen oder jedes Produkt geeignet. Was nützt Ihnen die größte Reichweite einer Plattform, wenn Sie Ihre Zielgruppe nicht auf der Plattform finden? Was nützt Ihnen die beste Absicht, wenn Sie die Zielgruppe nicht richtig ansprechen? Lassen Sie sich von aktuellen Hypes oder Studien nicht verrückt machen. Nach wie vor gilt der alte Sinnspruch auch heute: “Überlege vorher, wer Deine Zielgruppe ist und was Du erreichen möchtest. Und dann beginne mit Deiner Handlung”.

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