Werbung

Popcorn macht immun … gegen Werbung.

Eine neue Studie hat ergeben: Läuft im Kino Werbung für neue Produkte, so kommt diese bei Popcorn essenden Zuschauern nicht an. Der Grund dafür:

Nach den Erkenntnissen der Forscher kann man sich Produktnamen nur dann richtig merken, wenn man sie unbewusst und lautlos nachspricht. Da man beim Popcorn essen jedoch den Mund voll hat, geht das nicht. Damit, so die Studie der Universität Köln, “könnte Werbung für neue Produkte für snackendes Kinopublikum also zwecklos sein”. Die Studie hatte insgesamt 284 Versuchsteilnehmer.

Bereits in früheren Studien wurde der Mechanismus hinter der Werbung nachgewiesen: Nimmt ein Mensch ein (neues) Produkt wahr, so sagt er automatisch diesen Namen (unbewusst und natürlich auch unsichtbar) vor sich hin. So trainiert das Gehirn das Sprechen dieser Namen – das gleiche passiert übrigens auch beim Erlernen von Sprachen. Ist der Mund mit Essen und Kauen “beschäftigt”, so wird dieses Mitsprechen gestört und das Gehirn kann den Namen nicht speichern.

In der Studie zeigten die Forscher Werbespots von unbekannten Produkten. Das Ergebnis: Die Teilnehmer die kein Popcorn gegessen haben, mochten die beworbenen Produkte mehr und waren eher bereit, diese zu kaufen als die anderen.

 

Anke HommerNoch ein Wort: Kurios … Was bedeutet das für die Werbung allgemein? Was für das Kino gilt, kann und muss auch für das heimatliche TV-Programm und das Radio-Programm gelten.
Das heißt also: Keine Werbung mit neuen Produkten und (!) Marken während der mittäglichen oder abendlichen Essenszeit. Oder noch besser: Eine Animation innerhalb des Werbespots à la :”Bitte sprechen Sie nun alle mit: Das neue Produkt heißt …”. Na, und das hätte ja schon fast wieder etwas von einem “heiteren Familien-Spieleabend”. So gesehen, könnten ganz neue Werbe- und Sendeformate entstehen – Spiel, Spaß und Lernen für die ganze Familie 🙂

Kommentare? Sehr gerne.