netz

Fischer’s Fritze fängt frische Fische … so beginnt ein altbekannter Zungenbrecher. Welches Netz Fritz zum Fischen verwendet hat, ist leider nicht überliefert.

Heute fischt man kaum noch mit einem Netz. Nur noch in einem Netz – im sozialen Netz. Längst sind die sozialen Medien fester Bestandteil der Kommunikation vieler Unternehmer geworden.
Doch viele fischen noch im Trüben …

McKinsey Studie “Turning buzz into gold”

McKinsey hat dazu gerade eine Studie veröffentlicht. 200 der größten deutschen Unternehmen wurden befragt. Die Ergebnisse im Überblick:

  • 70% der Unternehmen messen Social Media eine hohe strategische Bedeutung bei.
  • Nur 27% der Firmen erreichen ihre selbst gesteckten Ziele!
  • Und nur knapp 10% glauben, mit ihren Social-Media-Aktivitäten ihr Ergebnis zu steigern.
  • Nur 5% der befragten Unternehmen, dass sie das volle Potenzial der sozialen Netze bereits ausschöpfen.

Denn: Während 70% der Unternehmen Social Media als Marketinginstrument nutzen, setzen es nur knapp die Hälfte in der externen Kommunikation, zu Vertriebszwecken, in der Produktentwicklung oder im Kundenservice ein. Dabei gäbe es noch die Themen Personalgewinnung und interner Wissensaustausch.
Die Studie als DOWNLOAD

Socialbaker Studie

Fast noch dramatischer sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Socialbakers:

Die Schwachstelle in der Social NetzWelt sind nicht die fehlenden User oder mangelnde Innovation der Plattformen. Es ist die Kommunikation der aktiven Unternehmen.
70% (!) aller gestellten Nutzer-Fragen blieben von den Firmen unbeantwortet.

Zwei Beispiele aus der Studie: e-bay beantwortet nur 4,8% der Nutzerfragen | Mercedes schaltete komplett auf stumm und beantwortete keine (!) der knapp 1.500 erfassten Fragen.
Natürlich gibt es auch (wenige) herausragende Unternehmen. So liegt z.B. die TelekommunikationsBranche mit einer ResponseQuote von 60,4% über dem Durchschnitt.
Im Schnitt liegt die Response-Quote bei nur 51%! Kurz zur Erinnerung: Die ResponseQuote bezieht sich auf Fragen, welche Fans (!) der Marken gestellt haben.Mit dieser ResponseQuote liegt Deutschland auf dem 11. Platz im Ländervergleich.

Link zur Studie von Socialbakers

Das Fazit.

Die gute Nachricht ist, dass immerhin 50% ein Budget für Social Media haben und davon sogar knapp 80% fest zugeordnete Personalressourcen! Jetzt fehlt nur noch eine passende Strategie.

Und die lässt sich anhand von 5 Punkten identifizieren:

1. Zuhören, d.h. wissen, wie Fans und Kunden über die Marke sprechen.
2. Strategiefindung, d.h. relevanten Plattformen identifizieren und Richtlinien für den Umgang auf diesen Plattformen (im Vorfeld!) festlegen.
3. Integration im gesamten Unternehmen, d.h. Social Media Enthusiasmus auch im TopManagement.
4. Erfolgskriterien definieren und messen – bisher messen nur knapp 20% der Unternehmen ihr Engagement im Netz.
5. Social Media Funktion fest im Unternehmen verankern, d.h. Budget und Personalressourcen.

Fans und Plattformen stehen bereit, nur den Marken fehlt es noch ein wenig an Gespür. Nur Mut! Die Revolution der Kommunikation macht doch gemeinsam am meisten Spaß …

Wenn Sie mehr dazu wissen möchten oder sogar eine eigene Strategie planen, dann freue ich mich auf Ihren Kontakt.

Kommentare? Sehr gerne.